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Wie immer zu Beginn eines Jahres wird auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gern in die Zukunft geblickt. Für contentmanager.de übernimmt dies Tanja Kiellisch und sie hat dabei einige interessante Thesen vorbereitet. Schon für 2009 prognostiziert sie, dass sich das klassische SEO wandeln wird und das es immer schwerer wird, gute Erfolge zu erzielen, da mittlerweile fast jeder mit eigener Website auf SEO setzt. Bei den großen Keywords und noch größeren Firmen mag das sicherlich stimmen. Im kleineren Bereich wird unserer Meinung nach jedoch auch 2009 noch genug Luft sein, um in vielen Bereichen mit den bekannten Mitteln nach vorne zu gelangen.

Sicher, der Internet-Immobilienmarkt ist bereits aufgeteilt, aber wenn es z.B. um einen kleinen Elektrofachhandel in Bremen geht, hat dieser immer noch die Möglichkeit, seine Website so zu optimieren, dass er von potentiellen Kunden gefunden wird. Die regionale Spezialisierung ist ein wichtiger Punkt. Das ganz große Geld im Netz zu verdienen wird immer schwerer, doch wer im normalen Rahmen durch das Internet sein täglich Brot verdienen möchte, findet noch genügend Marktlücken.

Personalisierte Suche bei Google

In naher Zukunft wird das klassische Ranking durch die personalisierte Google-Suche “SearchWiki” verändert werden. Nutzer haben die Möglichkeiten die Suchergebnisse selbst zu ordnen und ihnen eine Wichtigkeit mitzugeben. Bisher funktioniert dies nur beim englischsprachigen Google und man muss dafür einen Account bei Google haben. Wenn die Personalisierung von diesem Account abhängig bleibt, müsste sich auch jeder Nutzer erst einmal bei Google anmelden, um personalisiert zu suchen. Im Jahre 2009 wird dies unserer Meinung nach noch nicht von Relevanz sein, da es 1. noch in einer Testphase ist und sich 2. vermutlich nicht genug Leute anmelden werden, um Google eine nötige Datenbasis zu geben, auf derer die Suchmaschine auch die nicht personalisierten Sucherergebnisse verändert.

Angesichts der personalisierten Suche seien laut contentmanager.de die Long Tail Begriffe, d.h. Suchbegriffe mit mehr als 2 Wörtern (”Waschmaschine Reperatur Berlin”) von erhöhter Wichtigkeit. Wir prognostizieren jedoch eher das Gegenteil: Wenn man die Suchergebnisse seinen Vorlieben anpassen kann, wird die Suche erleichtert und man braucht im Grunde weniger Begriffe, um das zu finden, was gewünscht ist. Nur dann tritt eine Vereinfachung der Suche auf, wenn man nicht mehr extra-lange Suchbegriffe nutzen muss, um zu einem guten Ergebniss zu gelangen.
Frau Kiellisch schätzt auch, dass die Suche über speziellere Suchmaschinen wie die Personensuchmaschine Yasni.de vermehrt genutzt werden wird. Dieser Prognose stehen wir skeptisch entgegen.  Für bestimmte Branchen kann ein Eintrag in einer branchenspezifischen Suchmaschine sicherlich ein wenig Traffic erzeugen, eine relevante Menge Geld verdient wird jedoch weiterhin mit Google.

Richtig liegt der Artikel damit, dass Website-Betreiber immer darauf achten müssen, dass sie neben einem guten Ranking auch eine verkaufsfördernde Website besitzen. Dies ist aber nicht erst seit 2009 so. Schon immer mussten die Wege von Suchmaschine zum letztendlichen Produkt kurz gehalten werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, daran sollte sich natürlich auch 2009 nichts ändern.

Mobiles Internet aus Herausforderung?

Immer mehr Menschen gehen per Handy ins Internet. Daraus könnte man zunächst schließen, dass die eigene Website zwingend auch eine mobile Variante benötigt. Der wirtschaftliche Sinn ist uns jedoch nicht ersichtlich und zwar aus mehreren Gründen: Zum Einen ist das mobile Internet noch längst nicht sehr verbreitet und wird oft auch nur genutzt, um sich die Zeit zu vertreiben, wenn z.B. eine Zugfahrt mal wieder länger dauert. Der Einkauf über das Handy ist eher selten und auch nur in wenigen Nischen, wie z.B. dem Bahnticketverkauf, wirklich sinnvoll. Wer regelmäßig mobil im Internet surft oder arbeitet, nutzt meist ein Netbook oder Notebook dazu und hat somit den Zugriff zum “normalen” Internet. Auch die neuen Handygenerationen richten sich immer mehr darauf aus, das “richtige” Internet anzuzeigen. In Zukunft wird man vermutlich mehr mobil im Internet sein, doch die Geräte werden die Websites genauso anzeigen, wie ein normaler PC. Die Spezialisierung auf den mobilen Bereich ist daher noch wenig zu empfehlen und könnte sogar auch auf Dauer unnötig sein.

Auf jeden Fall scheint in unseren Augen das Jahr 2009 nicht die Revolution im SEO-Bereich einzuläuten, wird jedoch einige Weichen stellen.

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