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Das Wachstum des Internet-Kurznachrichtendienstes Twitter kennt kein Halten mehr. Im Mai 2009 erreichte das Angebot bereits 37,3 Millionen Nutzer und es ist von einem weiteren Wachstum auszugehen. Im Grunde ist Twittern wie das Schreiben eines Blogs, nur dass man auf 140 Zeichen pro Eintrag beschränkt wird, weswegen man es auch Microblogging nennt. Die Kommunikation reduziert sich aufs Wesentliche, allerdings wird bei Twitter in aller Regel viel häufiger etwas veröffentlicht, als in einem Blog. Manche Teilnehmer veröffentlichen fast ihren ganzen Tagesablauf auf dem Portal, ungefähr nach dem Modell “Stehe jetzt auf – Putze jetzt Zähne – Frühstücke nun”.

Daher wird von einigen Menschen der Sinn hinter Twitter angezweifelt, denn vieles was man dort zu lesen bekommt, hat kaum Relevanz. Selbst für Freunde ist es nicht immer spannend, jeden einzelnen Schritt eines Nutzer mitzubekommen. Bei Twitter ist man übrigens nicht “befreundet”, sondern man “folgt” sich als “Follower”.

Vor drei Jahren startete das Projekt als kleines Startup mit wenigen Nutzern. Doch nach und nach entdeckte zuerst die aufgeschlossene Social Netzworking Community das Tool, mittlerweile sind es auch Prominente und Parteien die gerne und viel twittern. Einen großen Bekanntheitsschub bekam Twitter durch die aktuell angespannte Lage im Iran: Durch die strenge Nachrichtensperre dort, war und ist Twitter für viele Iraner der einzige Weg, Mitteilungen ins Ausland zu senden und über die Situation vor Ort zu berichten.

Auch Marketing-Experten sehen in Twitter das nächste große Ding, allerdings scheint Twitter doch mehr ein ergänzendes Element zu einem bereits gut laufenden Marketing zu sein, als die Starthilfe für ein frisches Unternehmen.

Twitter ist übrigens nicht das einzige Microblogging-Tool, aber der bekannteste Dienst, weswegen überhaupt erst der Begriff “twittern” eingeführt wurde. Es ist also so ähnlich wie bei Google, deren Name stellvertretend für das Suchen im Internet steht – “google das mal nach”.

Kategorie : seo