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Während man bei basicthinking darauf schwört, dass Twitter die kommende Methode von Unternehmen zur Kundenkommunikation ist, fürchtet der SEOnaut, dass Twitter erst die Blogosphäre und dann vielleicht sogar das ganze Internet frisst.
Beide verfolgen interessante Denkansätze. Erstere meinen, dass 95% der Kundenanfragen per 140-Zeichen über Twitter gut geklärt werden können. Mir persönlich geht es jedoch so, dass ich in 140 Zeichen selten das Problem mit einem Produkt oder einer Dienstleistung erläutern könnte. Zudem schaffen große Unternehmen es oft kaum, individuelle E-Mails zu versenden und schicken lieber eine automatische Antwortmail. Ob diese es dann schaffen, einer Betreuung per Twitter nachzukommen?
Vielleicht möchte ich auch gar nicht, dass alle Twitter-User meine Nachrichten bzw. die Antworten mitlesen können, die ich an ein Unternehmen habe. Sicherlich kann das Vorteile haben, da andere User dies nicht mehr fragen müssten, aber manches geht die Öffentlichkeit einfach nichts an. Dann sagen jetzt einige: “Bei Twitter kann man auch direkte, private Nachrichten schicken” – aber dann kann ich ebenso gut wieder eine E-Mail versenden.
Der beste Weg ist einfach das Telefon. Hier kann ich alles gut erklären und muss nicht ewig auf eine Antwort warten.
Frisst Twitter die Blogs auf?
Nun zum SEOnauten. Wie auch andere Blogs, fürchtet auch dieser, dass das “Twittern” herkömmliche Blogs verschlingt. Immer mehr Blogger twittern nur noch, anstatt große Beiträge auszuformulieren. Er äußerst sogar die Bedenken, dass das gesamte Netz dadurch verschlungen werden könnte.
Meiner Meinung nach ist diese Angst übertrieben, da die Twitternutzung sich zumindest momentan vor allem auf die konzentriert, die ohnehin schon im Online Marketing arbeiten, also z.B. SEOs sind. Auch wenn einige da vielleicht etwas betriebsblind sind, aber das Internet wird auch von anderen Menschen genutzt. Und das sind reichlich, die weder von Twitter, noch von Blogs irgendwas gehört haben. Und die werden auch weiterhin andere Bereiche des riesigen Internets nutzen.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen, das Twitter einfach nur dafür sorgt, dass es weniger Blogs gibt, die alle nur das gleiche sagen oder kurze Nachrichten zu großen Beiträgen aufbauschen. Die “guten” Blogs, bringen weiterhin Beiträge, aber man kann seine Meinung dazu jetzt einfach zentral bei Twitter veröffentlichen und muss diese nicht selbst bloggen. Es sei denn, sie überschreitet die 140 Zeichen. Twitter entschlackt die Blogosphäre, “auffressen” wird sie diese nicht.