15
Feb

kontaktDas hat Google sich bestimmt einfacher vorgestellt, als man den Social-Netzworking-Dienst “Buzz” ins Leben gerufen hat:  bereits dreimal seit Start der Anwendung musste diese umprogrammiert werden. Der Start ist also sehr chaotisch, was vor allem daran liegt, dass einige Datenschutz-Lücken offenbart  und dem Nutzer Dinge aufzwungen wurden, ohne ihn zu fragen, ob er das überhaupt möchte.

So wurde Buzz z.B. automatisch in Googles E-Mail-Dienst mit aufgenommen, d.h. Nutzer des Freemail-Angebots durften sich erstmal nicht gegen Buzz entscheiden. Mittlerweile werden die User immerhin gefragt, ob sie Buzz nutzen wollen oder nicht.

Google entscheidet, wer dein Freund ist

Verständlicherweise ging vielen Nutzern auch gegen den Strich, dass Buzz selbst entschied, mit wem man befreundet sein möchte. Eine Freundesliste wurde also aus bisherigen Informationen zusammengestellt, so dass der ein oder andere überrascht gewesen sein wird, wer sich da so als neuer “Freund” entpuppte. Wenn man dann aufgrund einiger E-Mails plötzlich mit dem Chef oder Ex-Partner befreundet ist und dieser sämtliche Online-Aktivitäten einsehen kann, dürfte das für unangenehme Situationen sorgen.

Öffentliche Freundschaften

In den Anfangstagen öffentlich war zudem die Übersicht, welcher User mit wem befreundet ist. Auch hier gibt es genügend Szenarien, die man sich ausmalen kann, um diese Funktion nicht gut zu heißen. Sei es, wenn der Chef merkt, dass sein Angesteller mit dem Headhunter einer anderen Firma anbandelt oder wenn die Ehefrau sieht, mit welchen anderen Frauen ihr Mann Kontakt hat. Auch das wurde nun verändert, man kann hier jetzt regeln, was öffentlich gemacht wird und was nicht.

Fragwürdige mobile Nutzung

Wer per Mobiltelefon seine Nachrichten bei Buzz abliefert, der muss damit rechnen, dass automatisch sein Name und Standort veröffentlicht werden. Zwar trifft dies nicht viele Nutzer, aber bedenkenswert ist es trotzdem. Ebenso wie die allgemeine Bindung von E-Mail-Account an Social-Netzwork-Dienst. Denn per E-Mail werden oft vertrauliche Daten hin- und herversendet, wenn hier z.B. willkürlich E-Mail-Adressen durch Buzz öffentlich gemacht werden, ist das ein Skandal. Google hat diesen Fehler allerdings zügig behoben.

Kategorie : seo